Schwere, angeschwollene Beine, oft mit Müdigkeit und Juckreiz verbunden sind häufige Beschwerden der ersten warmen Tage. Es handelt sich eigentlich nicht nu rum ein ästhetisches Problem, denn es kann um eine Durchblutungsstörung gehen und nämlich um eine venöse Insuffizienz. Jedenfalls sollten diese Beschwerden immer von einem Arzt abgeklärt werden.

 

Kein Tier leidet unter Krampfadern. Bei uns Menschen sieht es ganz anders aus: jeder zweite leidet unter Beschwerden der unteren Extremitäten wie Schweregefühl, Ödeme, Ameiesenfahren, Juckreiz, Rötung. Warum das so ist? Wir Menschen verbringen großteil der Zeit im Stehen (nicht in Bewegung) oder im Sitzen: das erschwert der Rückkehr des Blutes zum Herzen. Das Blut muss nämlich von unten nach oben gegen die Schwerkraft zum Herzen hin. Das Blut wird durch die Muskelpumpe von Seiten der Waden- und Fusssohlenmuskulatur und von der Bewegung des Brustkorbes bei der Einatmung zum Herzen gefördert. Wenn diese Bewegung erschwert wird, sickert das Blut in den Venen; demzufolge erweitern sich die Venen, die Wand verliert an Tonus und wird durchlässig: somit landet Serum ins Gewebe und es bilden sich die Knöchelödem, die mit der Zeit an Umfang zunehmen und auch bis zum Knie und sogar obrhalb reichen können. Die Beinödeme verursachen das Müdigkeitsgefühl und Spannungsschmerz. Das Müdigkeitsgefühl wird auch durch eine beeinträchtugte Sauerstoffversorgug des Gewebes verursacht, durch die gebremste venöse Durchblutung, die zur Bildung von Toxinen führt, die im Gewebe verbleiben, denn sie werden nicht ausreichen abtransportiert. Es bildet sich somit ein Teufelskreis mit Verschlechterung der Ödeme und des Schweregefühls der Beine.

 

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Schweregefühl und Ödeme der Beine sind eigentlich typische Beschwerden der waren Jahreszeit. Die Wärme verursacht eine Erweiterung der Gefäße, in diesem Fall der Venen, die die Blutrückkehr des Blutes von den Füßen zum Herzen erschwert. Manchmal beiben diese Beschwerden über das ganze Jahr. Es kann sich dann um eine venöse Klappeninsuffizienz handeln oder auch um eine schwerwiegendere Ursache handeln, zum Beispiel um eine Herzinsuffizienz, vor allem wenn eine Atemnot ebenso vorhanden ist. Wann sollte man sich Sorgen machen? Wenn sich die Beschwerden nicht nach dem Schlaf rückbilden, nämlich wenn sie morgens immer noch vorhanden sind und wenn auch Ameisenfahren oder geplatzte Kapillargefäße zu sehen sind. Pathologien des venösen Systems der unteren Extremitäten sind nicht so selten und betreffen vorwiegend das weibliche Geschlecht: man schätzt, dass jede fünfte Frau davon betroffen ist.

 

Elastokompressive Strümpfe und passende Schuhe!

Man sollte immer achtem was man anzieht, um Schweregefühl und Ödem der Beine unter Kontrolle zu halten. Man sollte womöglich alle Kleidungsstücke meiden, die zu eng sind, insbesondere an der Hüfte, an den Oberschenkeln, an der Kniekehte wie ganz enge Jeans, selbsthaltende Strümpfe, Kniestrümpfe mit engem Band, usw. Elastokompressive Strümpfe lindern diese lästigen Beschwerden durch ihre progressive Kompression, die am Fuss stärker ist und allmählich kleiner wird: somit wird das Blut zum Herzen gefördert.
Vergessen Sie nicht adäquate Schuhe anzuziehen!! Nicht zu spitz, nicht zu hohe Absätze, aber auch nicht ganz flach: der ideale Absatz sollte 3-4 cm hoch sein: somit werden die Muskeln der Fusssohle stimuliert. Daheim sollten Sie so viel als möglich barfuß gehen.

 

Ursachen

Es gibt sicher eine Prädisposition: wenn eine angeborene Schwäche der venösen Wand besteht, können auslösende Faktoren wie Übergewicht, Schwangerscaft, Traumen der unteren Extremitäten, sitzende Lebensweise eine venöse Insuffizienz verursachen.

Die Ernährung spielt ebenso eine zentrale Rolle: wenn man zu viel und falsch isst, nimmt man zu. Insbesondere eine salzreiche und faserarme Ernährung kann Verdauungsstörungen mit verlangsamter Entleerung und demzufolge Versatopfung und Wasserverhaltung im Gewebe verursachen.

Wenn man zu lange steht oder sitzt, wie bei langen Reisen wie z.B. im Flieger, ist die venöse Durchblutung erschwert.

Ebenso können hormonelle Schwankungen, z.B. im Zyklus oder während der Schwangerschaft, zu einer Wasserverhaltung, Erweiterung der venösen Kapillaren und Schädodung der Kapilaren führen. Die Schwangerschaft selbst, durch das Gewicht der Gebärmutter auf den Beckenvenen kann eine venöse Insuffizienz auslösen.

 

 

Eine Hilfe von den Pflanzen

Es gibt Wirkstoffe der Pflanzen, die sehr wirkungsvoll sind. Man findet sie sowohl in den lokal auftragbaren Produkten wie auch in Nahrungsergänzungsmitteln.

·      Rotes Weinlaub: reich an Antoycanen, die die Kapillarpermeabilität verringern.

·      Ruscin und Aescin: beide haben eine antiödematöse Wirkung, Verringerung der

Kapillarpermeabilität und venotonische Wirkung. Sie werden aus der Rosskastanie

Und dem stechenden Mäusedorn gewonnen.

·      Flavonoide: antiödematöse und entzündugshemmende Wirkung, Erhöhung der Kapilarresistenz.

·      Antozyane, insbesondere in Schwarzbeeren zu finden. Sie verringern die Kapillarpermeabilität.

·      Ginko: schütz venöse Kapillaren.

·      Anich: durch die entzündungshemende Wirkung wird der Spannungsschmerz gedämpft.

·      Menthol: das erfrischende Gefühl vermindert schwere Beine.

 

Was kann man tun?

Cremen, Gels, und spezifische Sprays können Ödeme und Schweregefühl der Beine lindern, denn sie enthalten eine Mischung an Stoffen, die die normale Funktionstüchtigkeit der kapillaren Durchblutung unterstützen.

Wenn man diese Produkte morgens und abends aufträgt, können sie Beinödeme vorbeugen. Es ist vorteilhaft, das Produkt mit kreisenden Massagen aufzutragen, das seinerseits die Durchblutung fördert: wichtig dabei die Massagen von unten nach oben zu machen. Diese Massagen kann man auch mit essentiellen Ölen machen wie Zypresse (entschwellt) oder Geranie (erhöhte den Venentonus). Cremen und Gels kann man im Kühlschrank aufbewahren: die Erfrischung ist dabei willkommen. Sprays sind ideal zum Mitnehmen: man kann sie auch über die Collants besprühen.

Der größte Feind unserer Venen ist die sitzende Lebensweise und mangelnde Bewegung. Die regelmäßige und rhythmische Kontraktion der Muskeln der Beine stellt nämlich die einfachste Pumpe für das Blut. Regelmäßige Bewegung stellt die beste Vorbeugung auch für die venöse Insuffizienz dar. Die Bewegung sollte dabei nicht zu intensiv sein, wie Squash, Tennis,..); am besten eignen sich Schwimmen, Radfahren, Wassergymnastik, Wandern. Das Wandern oder schnelle Gehen mindestens 20 Minuten täglich sollte eine Angewohnheit sein. Vergessen Sie nicht passende Schuhe anzuziehen. Gehen Sie immer wenn Sie können barfuß: am Meer, im Wasser, auf der Wiese. Am Meer ist es hilfreich im Wasser zu gehen (das Wasser sollte bis zu den Knien gelangen): die Massage durch das Wasser und der drainierende Effekt des Wassers vermindern Beinödeme und Schweregefühl.

Sitzen Sie nicht zu lange ohne sich zu bewegen. Wer am Schreibtisch arbeitet sollte versuchen jede halbe Stunde aufzustehen; gehen Sie zirka 30 Sekunden auf die Fußspitzen und 30 Sekunden auf die Fersen. Wenn Sie sitzen versuchen Sie so wenig als möglich die Beine übereinander zu schlagen; am besten benutzen Sie einen 20 cm hohen Plateau für Ihre Füße. Das gleich gilt, wenn Sie längere Reisen machen: legen Sie immer Gehpausen ein.

Wenn Sie abends heimkommen, legen Sie sich am Boden mit den Beinen nach oben: stützen Sie sich am besten an der Wand.

Erleichterung bringt eine kalte Dusche: von unten zu den Leisten. Sehr gut eigen sich auch abwechselnde warme und kalte Duschen: dies wirkt praktisch wie eine Muskelpumpe. Die gleiche Wirkung erzielt auch das Wasserbad abwechselnd warm und kalt. In der Schüssel kann man kleine Steine oder Glaskugeln geben, mit denen man die Füße massieren kann.

 

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